Unsere Trauer um Hartmut Kufeld


Liebe Vereinsmitglieder, liebe Sponsoren und Freunde des Vereins,

 

am Freitag den 15.07.2016 ist unser langjähriger Vereinsvorsitzender Hartmut Kufeld im Alter von 69 Jahren für uns plötzlich und unerwartet verstorben.

 

Nichts anderes fällt uns im Leben so schwer wie das endgültige Abschiednehmen von einem Menschen, den wir kennen und schätzen gelernt haben, mit dem wir ein Stück des Lebens gemeinsam gegangen sind, dem wir uns persönlich verbunden fühlen. Es fällt uns auch schwer, hier die richtigen Worte des Gedenkens und des Abschiedes von unserem Vereinsvorsitzenden zu finden.

 

Hartmut Kufeld war seit über 50 Jahren im Verein tätig, er spielte in der 1. Männermannschaft des Vereins, war viele Jahre Vorstandmitglied und seit dem Jahr 2000 unser Vereinsvorsitzender. Der Verein hat ein großes Stück seines Erfolges ihm zu verdanken. Vereinspräsident, wie ihn viele gerne nannten, wollte er aber nicht genannt werden.

 

Wir gedenken seiner Verdienste für den Verein und seiner Persönlichkeit.

 

DANKE HARTMUT !


Klosterfelde feiert den doppelten Aufstieg
Nach der ersten schafft auch die zweite Mannschaft der SG Union gegen Marwitz den Sprung in die nächste Liga

Die SG Union Klosterfelde II hat für ihren Verein die perfekte Saison perfekt gemacht. Im Rückrundenspiel der Relegation gegen den FC Marwitz siegte das Team von Torsten Bauer mit 4:2. Und sicherte sich den Aufstieg in die Kreisliga.


„Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, dass sie nach dem 2:2-Ausgleich so eine tolle Moral gezeigt haben“, freute sich der Coach. Nach der ersten Mannschaft kann jetzt auch die Zweite von Klosterfelde den Aufstieg feiern.


Britta Gallrein 20.06.2016 19:18 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

Aufstieg für Klosterfelde ist perfekt

Klosterfelde (MOZ) Es war eine merkwürdige Abschlussfahrt für das Landesliga-Team der SG Union Klosterfelde. Spieler und Betreuer waren nach Prag gereist, um den Abschluss einer tollen Saison zu feiern. Und eigentlich auch den Aufstieg in die Brandenburgliga. Doch so richtig wagte man noch nicht, darauf anzustoßen, denn im Raum standen immer noch das nicht eröffnete Insolvenz-Verfahren des 1. FC Neubrandenburg sowie die Klage von SFC Stern 1900, der gegen die Staffeleinteilung der Regionalliga und der beiden Oberligen für die kommende Saison protestiert hatte. Beides hätte Auswirkungen auf den Aufstieg von Klosterfelde. Union hing in der Luft. Die Situation sei "unerträglich", schimpfte Trainer Christian Gehrke.

 



© privat

Erlöst wurden die Klosterfelder erst am Sonntagabend, nach der Rückkehr nach Deutschland. "Kurz vor 22 Uhr erreichte mich eine Mail vom Verbandsspielausschuss des Fußball-Landesverbandes Brandenburg, dass wir als Vizemeister in die Brandenburgliga aufsteigen können", berichtet Christian Gehrke.

In der Mail hieß es, der Spielausschuss habe entschieden, dass für den Fall, dass Frankfurt (Oder) doch noch absteigen sollte, die Brandenburgliga auf 17 Mannschaften aufgestockt werde. Klosterfelde werde nun in die Brandenburgliga eingeteilt.

"Wir wollten einfach eine Entscheidung haben. So oder so. In der Luft zu hängen, das war ganz übel. Ich denke, das ist jetzt eine faire Lösung. Wir nehmen es dankend an und freuen uns", so Christian Gehrke. "Ich finde es gut und mutig vom Verband, dass sie sich jetzt festgelegt haben."

"Wir müssen in unserer Planung voran schreiten. Deshalb mussten wir eine Entscheidung treffen", erklärt Mirko Wittich, Vorsitzender des Spielausschusses. "Wir werden davon nicht mehr abweichen. Egal, was in den Verfahren mit Neubrandenburg und Stern 1900 passiert."


Leonard Steiner verhindert Auswärtsniederlage

Marwitz (MOZ) Die Relegation der 1.Kreisklasse erfüllte die Hoffnungen auf eine interessante Partie. Die beiden Staffelzweiten, FC Marwitz (West) und Union Klosterfelde II (Ost), unterstrichen, dass ihre Saison nicht ohne Grund so erfolgreich verlief. In der ersten Halbzeit zeigten die Klosterfelder ihr spielerisches Können, sie hatten mehr Ballbesitz. Union-Stürmer Kai Grabow stellte die Marwitzer Abwehr um Torhüter Steven Vent immer wieder vor schwere Aufgaben.

Trotzdem gelang den Gastgebern vor gut 110 Zuschauern das 1:0. Kenneth Schlecht (22.) traf im Nachsetzen, wobei Gäste-Torhüter Jeremy Hentsch der Pressball durch die Beine glitt und ins Tor rollte. Bei zwei weiteren Chancen hatten die Marwitzer Pech. Der gute Lupfer über Hentsch von Sebastian Dietrich ging aber ebenso knapp am Pfosten vorbei, wie ein Schuss von Riccardo Höpfner, der mit 23 Treffern Top-Torjäger der Marwitzer ist.

Die Klosterfelder belohnten sich kurz vor der Halbzeit für ihre Offensive mit dem Ausgleich. Der Ball wurde zu kurz aus der Abwehr der Gastgeber herausgespielt, sodass Kai Grabow für den Nachschuss freie Bahn hatte (44.). Grabow erkämpfte sich später erneut eine große Möglichkeit, als er den Sprint gegen Dennis Schmidt gewann, aber an Keeper Steven Vent und dem zweiten Pfosten vorbeischoss.

Allmählich wurde die Partie in der zweiten Halbzeit ausgeglichener, wobei es aus dem Spiel heraus kaum zwingende Torszenen gab. Die Oberhaveler kamen jedoch häufiger zu Ecken. Das 2:1 fiel allerdings durch einen schönen Freistoß von Max Kühn (77.). Der technisch versierte Eric Woiton trieb das Spiel der Klosterfelder in der Schlussphase voran. Seinen schönen Freistoß an der Mauer vorbei, parierte Torhüter Steven Vent gestreckt im Flug. Bei einem guten Kopfball des sprungstarken Leonard Steiner nach einer Ecke war der Schlussmann jedoch kurz vor Schluss erneut geschlagen (90.). Über das 2:2 freuten sich dann auch die Gäste deutlich mehr.

"Es war ein gutes Spiel. Sehr intensiv, aber fair", sagt der Marwitzer Trainer Robert Much. "Wir hatten unseren Stürmer Patrick Gräfe nicht dabei, ebenso Florian Riedel in der Abwehr. Beide spielen sonst auf der linken Seite, daher waren wir da nicht so eingespielt. Aber wir sind zufrieden. Es war eine gute Kulisse, es hat Spaß gemacht. Eigentlich war diese Saison ja als Findungsphase gedacht. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es so gut läuft. Klosterfelde ist sehr spielstark. Die haben aber mehr Druck, denn die wollen ja unbedingt aufsteigen.

Klosterfeldes Trainer, Thorsten Bauer, war sichtlich zufrieden. "Wir mussten das Team ja für dieses Spiel nach Gelb und Roter Karte umstellen, die Mannschaft hat das aber sehr gut gemeistert. Alle haben zu dem Punkt beigetragen, darauf kann man stolz sein. Wir haben nur mit einer Spitze gespielt. Es war dann auch klar, dass Standards entscheidend sein würden. Der Gegner hat gut gespielt, es war eine ordentliche Partie."

Der Coach sieht sein Team nun in der Favoritenstellung und ist sich sicher, dass es die Herausforderung meistern wird. "Wir haben zwei Auswärtstore erzielt und haben jetzt zu Hause Matchball. Den werden wir auch mit unserer Qualität nutzen. Ich denke, dass unsere Mannschaft den Willen dazu hat. Alle haben auch das Zeug dazu, in der höheren Liga zu spielen. Wir sind seit 20 Spielen ungeschlagen und haben mehr als 140 Tore erzielt, dass spricht doch für sich. Wir wollen aufsteigen."

Das Rückspiel ist am 25.Juni um 15Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Wandlitz.



Britta GALLREIN 13.06.2016 07:45 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

Rote Jubeltraube und Sektdusche

Bernau (MOZ) Den zweiten Matchball, den ließen sie sich dann nicht nehmen. Die SG Union Klosterfelde sicherte sich vor rund 684 Zuschauern auf dem Sportplatz in Rehberge ausgerechnet beim Barnim-Konkurrenten FSV Bernau mit einem 3:0 den möglichen Aufstieg in die Brandenburgliga.

 

Geschafft! Klosterfeldes Tobias Marz und Ersatz-Keeper Steven Icker gratulieren Torschützenkönig Paul Röwer.

© MOZ/Britta Gallrein

Eine Jubeltraube in Rot inklusive eigenwilliger Tanz-Choreographien sowie unzähliger Sekt- und Wasser-Duschen auf der einen, getrübte Stimmung und hängende Köpfe auf der anderen Seite - das war die Stimmung nach dem Abpfiff. Ausgerechnet den Nachbarn beim Feiern zusehen, das war doppelt hart für den FSV Bernau, der sich nach einer nicht optimalen Hinrunde noch einmal grandios zurückgekämpft hatte in die Aufstiegs-Region.

Bernau begann wie erwartet druckvoll. In der ersten Viertelstunde hatte die Klosterfelder Hintermannschaft kaum Luft zum Atmen, als eine Angriffswelle nach der anderen anrollte.

Die Gäste spielten ihre Strategie geschickt herunter. Hinten sicher stehen - schließlich würde ihnen bei zwei Punkten Vorsprung auch ein Unentschieden genügen - und auf Chancen lauern. Die bot sich kurz vor der Pause. Ein Eckstoß segelte in den FSV-Strafraum. Michael Laletins Kopfball klatscht an den Pfosten und springt zurück ins Feld, Paul Röwer ist am reaktionsschnellsten und trifft zum 1:0 für Union kurz vor der Pause. "Das war das wichtigste Tor", erklärt Klosterfeldes Trainer Christian Gehrke später. Und auch FSV-Interims-Coach Marius Munser fand: "Das war der Dosenöffner."

Denn während in Halbzeit eins die Hausherren das bessere Team auf dem Platz sind, ist das Spiel in Hälfte zwei ausgeglichen. Bernau wirkt nervös, lässt den Enthusiasmus der vergangenen Spiele vermissen. Klosterfelde lässt sich nicht zweimal bitten. Morten Jechow legt im Strafraum quer auf Paul Röwer, der einschiebt zum 2:0 (52.). Vier Minuten später Freistoß für Klosterfelde. Entfernung: gut 40 Meter. Ein Fall für Alexander Kraatz, der erneut zeigt, warum er der Fernschuss-Experte ist. Der nach einer Verletzung von Sahin Selcuk frisch eingewechselte Florian Brüggemann hat keine Chance, als das Geschoss von Kraatz im oberen Dreiangel einschlägt. Kurz vor Schluss noch eine Riesenchance für Paul Röwer, der allein vor Brüggemann auftaucht, aber zu lässig vergibt.

"Uns hat der Mut gefehlt", so FSV-Coach Munser. "Nach dem 2:0 wollte ich mit zwei Spitzen reagieren, aber dann der Sonntagsschuss von Kraatz - das war bitter. Glückwunsch an Klosterfelde." Union-Trainer Gehrke meinte: "Es sind die beiden besten Mannschaften der Rückrunde aufeinander getroffen. Für den Verlierer ist das natürlich bitter, aber die werden das nächstes Jahr klarmachen."

FSV Bernau: Sahin (56. Brüggemann), Hahn (59. Troschke), Wrembel, Neprajachin, John, Ejder, Doumbia, Bemmann, Machut, Pehl, Canalis Wandel (46. Heidrich)

Klosterfelde: Tietz, Röwer, Kraatz, M. Jechow (72. Woiton), N. Jechow, Fialkovskyy (87. Aerts), Wenzeck, Bluhm, Marz (82. Ehweiner), Laletin, Ullrich


Trauer um Alfred Wichmann

Am Samstag den 07.05.16 verstarb unser ältestes Vereinsmitglied Alfred Wichmann im Alter von 95 Jahren. Wir danken Ihm für seine langjährige Treue zum Verein. Die Beistzung findet am Samstag den 04.06.2016 um 11:00 Uhr auf dem Friedhof in Stolzenhagen statt.


Abwehrschreck Röwer trifft fünfmal

Klosterfelde (MOZ) Er brachte am Wochenende die Abwehr des SSV Einheit Perleberg schier zur Verzweiflung. Stürmer Paul Röwer traf für seine SG Union Klosterfelde - und zwar fünfmal.

 



© MOZ/Sergej Scheibe

Fünf Tore in einem Spiel, das hat er noch nie geschafft, bekennt der 20-Jährige, der schon bei Energie Cottbus spielte. Aber es war auch eine kleine Wiedergutmachung. Schon im Hinspiel besiegte Union die Perleberger mit 5:0 - allerdings ohne Beteiligung von Röwer. "Damals hab ich gefühlt 100-mal aufs Tor geschossen, aber der Ball wollte einfach nicht rein", erinnert er sich.

Diesmal wollte er. 6. Minute: Benjamin Bluhm und der Perleberger Torwart prallten zusammen, Röwer netzt ins leere Tor ein - 1:0 (6.). Tony Ullrich flankt in den Strafraum, Röwer schiebt in die Ecke - 2:0 (8.). Eine Flanke aus dem Fünfer heraus nimmt er volley - 3:0 (39.). Elfmeter für Union, Röwer verwandelt eiskalt - 4:0 (67.). Röwer-Kopfball nach Ecke - 5:0 (79.).

"Manchmal hat man einen Lauf und dann klappt einfach alles, auch Sachen, die sonst nicht funktionieren", freut sich der 20-Jährige.

Mit seinen fünf Buden hat Paul Röwer sein Tore-Konto auf 25 Treffer erhöht und gleichzeitig den bislang in der Landesliga-Torjäger-Tabelle führenden Ricky Ziegler (TSG Einheit Bernau/23 Treffer) von der Spitze verdrängt. Es folgen auf Platz drei Georg Machut (FSV Bernau) und Kevin Schmoock (BSC Rathenow) mit 16 Toren.

"Das ist schon toll, da zu führen, man will ja immer Erster sein", bekennt der Stürmer. "Aber trotzdem wäre mir die Meisterschaft natürlich noch lieber." Aber auch das ist ja noch möglich. Vor allem, wenn Röwer weiter so trifft. Der muss seiner Mannschaft jetzt noch einen ausgeben für jeden Treffer - das könnte ein langer Abend werden.

Britta Gallrein 06.04.2016 20:45 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

Kampf der Top-Stürmer

Klosterfelde (MOZ) Es ist DAS Spiel der Fußball-Landesliga. Am Freitag Abend treffen mit der SG Union Klosterfelde und der TSG Einheit Bernau nicht nur zwei Barnimer Teams aufeinander, es duellieren sich dann auf dem Klosterfelder Sportplatz auch noch der Tabellenerste und sein härtester Verfolger.

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Ist Klosterfeldes Tore-Garant Nummer eins: der 20-jährige Paul Röwer (Mitte)

© Carola Voigt

Einheit Bernau, der Klassenprimus, von allen bereits nach der Hinrunde als der sichere Aufsteiger gehandelt, trifft in Klosterfelde auf eine Mannschaft, die keiner so richtig als Aufstiegs-Aspirant auf dem Schirm hatte, die aber bislang eine Top-Rückrunde hinlegte, acht Spiele in Folge gewann und sich damit bis auf einen Punkt an Einheit herankämpfte. Es geht also mehr als spannend zu an der Tabellenspitze.

Als wenn das noch nicht genug der Superlativen wäre für das Match, mit dem die Klosterfelder auch ihr neues Flutlicht auf dem Platz einweihen, treffen auch die beiden Führenden der Torjägerliste aufeinander. Die dominiert nämlich in der Landesliga Nord derzeit Einheits Goalgetter Ricky Ziegler, der bislang 21-mal ins Schwarze traf. Ihm auf den Fersen ist Klosterfeldes Tore-Garant Paul Röwer, der es auf 16 Treffer bringt.

Beide Stürmer erinnern sich noch allzu gut an das Hinspiel im Oktober, das nichts für schwache Nerven war und das Klosterfelde mit 3:2 für sich entscheiden konnte. "Damals war Einheit der klare Favorit, wir so ein wenig der Underdog", blickt Union-Stürmer Paul Röwer zurück. "Da haben wir sie in der Defensive wohl etwas überrascht. Das wird wohl nicht nochmal passieren, denn die Rolle des Underdogs sind wir jetzt los."

Auch bei Einheits Ricky Ziegler ist das Hinspiel noch düster in Erinnerung. "Wir haben da nicht unsere beste Leistung abgeliefert, standen in der Defensive sehr offen. Aber diesmal wird das ein ganz anderes Spiel. Wir wollen hinten besser stehen, um nicht ins offene Messer zu laufen", verspricht er.

Ziegler macht den Anspruch der Gäste deutlich: "Wir wollen unbedingt gewinnen. Auch, um den Puffer auf Platz zwei weiter auszubauen." Und er ist sich sicher: Das klappt diesmal. "Ich denke, wir sind, was die Qualität in der Mannschaft angeht, besser besetzt. Wenn jeder im Team 100 Prozent abruft, dann gewinnen wir. Sonst wird es ekelig."

Unbesiegbar ist Einheit nicht, das hat die Rückrunde gezeigt, in der das Team von Nico Thomaschewski etwas rumpelig startete. Dass man plötzlich die Rolle vom Jäger in die des Gejagten tauschen musste, sei ein Grund, ist Ricky Ziegler überzeugt. "Wir sind eben noch eine sehr junge Truppe. Da mangelt es noch ein wenig an Erfahrung, mit Druck umzugehen." Er selbst hat damit keine Probleme. "Ich empfinde das eher als positiven Druck, mir macht das Spaß."

Sein Erfolg bestätigt das, denn so oft, wie der 25-Jährige, der im Sommer von RW Erfurt II zu Einheit wechselte, traf bislang keiner in der Liga. Ziegler fühlt sich wohl bei Einheit. "Wir sind eine sehr homogene Truppe", sagt er. "Und wir haben die Spieler, die den Unterschied ausmachen." Seinen Verfolger in der Torjäger-Liste, Paul Röwer, kennt er nur vom Namen. "Er hat ja mal in Cottbus gespielt, ich in Erfurt, da haben wir auch schon gegeneinander gespielt, aber so genau kann ich mich nicht an ihn erinnern."

Seinem Pendant auf Klosterfelder Seite geht es genauso. "Ich weiß auch, dass wir schon gemeinsam auf dem Platz standen, aber ich kann mich auch nicht mehr dran erinnern", sagt Paul Röwer, der Union seit Anfang der Saison verstärkt. Die Stärke von Einheit? "Ihr dominantes Auftreten. Und die guten Einzelspieler. Die haben sich ja sehr gut verstärkt." Doch seine Mannschaft muss sich nicht verstecken, ist er überzeugt. "Ich glaube, wir sind effektiver. Wir haben jetzt auch Spiele gewonnen, in denen wir eigentlich schlecht gespielt haben." Ein Pluspunkt seien beim Spitzenspiel am Freitag auf jeden Fall die eigenen Fans, weiß Röwer. "Das ist wirklich toll, wie die uns helfen. Auch, dass sie beim letzten Spiel mit dem Fanbus angereist sind. Das ist ein tolles Gefühl und pusht einen nochmal zusätzlich."

Auch bei Union werde jeder am Freitag 100 Prozent geben, ist Röwer überzeugt. "Jedes Wochenende ist für uns ein Endspiel. Die Leute wissen alle, worum es geht." Sein Tipp: "Wir gewinnen knapp mit 1:0". Das sieht sein Kontrahent erwartungsgemäß anders. "Es wird ein sehr hartes Spiel", prophezeit Ricky Ziegler. "Aber mit dem besseren Ende für uns. Wir gewinnen mit 1:0." Der Kampf der Torjäger-Spitzenreiter dürfte damit eröffnet sein.

Britta Gallrein 16.03.2016 20:00 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

Union wieder verstärkt

Klosterfelde (MOZ) Der Tabellenzweite der Fußball-Landesliga Nord, Union Klosterfelde, kann sich über zwei weitere Spieler für seinen Kader freuen.

Zurückgekehrt ist der ukrainische Mittelfeldspieler Ivan Shcherbak, der endlich ein Visum für Deutschland erhalten hat. Die zweite Neuverpflichtung ist Verteidiger Tony Ullrich. Der 26-Jährige durchlief die Jugend bei Hertha Berlin und spielte zuletzt bei Viktoria Berlin.

Ins Training einsteigen kann auch Neuverpflichtung Olekandr Fialkovskyy, der zuletzt verletzungsbedingt ausgefallen war.

Britta Gallrein 04.03.2016 20:22 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

Alex Rathmann fällt für die Rückrunde aus

Klosterfelde (MOZ) Der Kapitän des Fußball-Landesligisten SG Union Klosterfelde, Alexander Rathmann, wird wegen eines Risses des vorderen Kreuzbandes voraussichtlich für den Rest der Saison ausfallen. Die Diagnose hat die Befürchtungen des 23-Jährigen bestätigt. "Die Verletzung muss operiert werden. Ich schätze, ich werde ein halbes Jahres oder sogar ein dreiviertel Jahr ausfallen", erklärte Rathmann. Im ersten Rückrundenspiel des Tabellen-Zweiten gegen Babelsberg 74 war der Innenverteidiger im Zweikampf mit einem Gegenspieler umgeknickt.

 

Kreuzband gerissen: Alexander Rathmann

© privat

Klosterfeldes Trainer Christian Gehrke geht damit so langsam das Personal aus. Durch Weggang, Verletzung und fehlende Visa muss er bereits auf mehrere Stammspieler verzichten. "Wie wir den Ausfall kompensieren wollen, weiß ich noch gar nicht. Auch, wer Kapitän wird, ist noch offen, aber das ist jetzt unsere kleinste Sorge." Eventuell werde Martin Wenzeck die Position Rathmanns übernehmen.

Eric Woiton gibt Comeback bei Unions 1:1

Neuruppin (MOZ) Landesligist Union Klosterfelde hat im Testspiel beim Brandenburgliga-Zweiten MSV Neuruppin ein 1:1 geschafft. Wichtig für die Unioner neben dem positiven Ergebnis: das Comeback von Eric Woiton. Zehn Monate hatte der 26-jährige Mittelfeldmann wegen Leisten-Beschwerden aussetzen müssen. Nun durfte er 15 Minuten ran - und blieb schmerzfrei. "Wenn er wieder richtig fit wird, ist er eine echte Alternative im defensiven Mittelfeld", sagt Co-Trainer Jan Hübner, der Chefcoach Christian Gehrke in Neuruppin vertrat.

 

Eric Woiton (Union Klosterfelde)

© privat

Mit dem 1:1 beim MSV war Hübner "absolut einverstanden". In der 1. Hälfte drückte Klosterfelde, verpasste aber die mögliche Führung. In der 53. Minute geriet man dann durch einen Distanzschuss von Neuruppins Marcel Weckwerth in Rückstand. Doch mit einer feinen Einzelleitung konnte Unions Paul Röwer in der 70. Minute noch zum verdienten 1:1 ausgleichen.

Union: Tietz, Kraatz, Wenzeck, Grund (56. Huger), Jechow, Ehweiner (73. Woiton) Bluhm, Fialkovskyy, Wallroth, Aerts,, Röwer



Felix Ney 15.11.2015 18:54 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de


Paul Röwer verwandelt zwei Elfmeter

Klosterfelde (MOZ) Im vorgezogenen Barnim-Derby fertigt Union Klosterfelde am Sonnabend den FSV Bernau klar mit 4:1 ab. Vor 380 Zuschauern auf dem Sportplatz an der Mühlenstraße brachte Dreifachtorschütze Paul Röwer die SG Union als "Mann des Tages" fast im Alleingang auf die Siegerstraße.

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Mann des Tages: Dreifachtorschütze Paul Röwer

© Felix Ney

Für Union Klosterfelde ging es eine Woche nach der ersten Punktspielpleite (0:3 bei Babelsberg 03) um Wiedergutmachung. Die gelang ausgerechnet gegen Angstgegner FSV Bernau überzeugend. Nach packendem Derby siegte Klosterfelde 4:1 und zog nach Punkten mit Tabellenführer TSG Einheit Bernau gleich. Der FSV (vier Zähler weniger) fiel auf Rang vier zurück.

Das Verfolgerduell der Landesliga Nord begann ohne Abtastphase. Hochmotiviert machte Gastgeber Klosterfelde gleich Druck. Zwei Union-Standards sorgten für Gefahr vor dem FSV-Gehäuse. Benjamin Bluhm (3.) verpasste per Kopf und Alexander Kraatz setzte einen Freistoß aus gut 40 Metern nur Zentimeter über den Querbalken (4.). Und beim Versuch von Paul Röwer (14.) war FSV-Keeper Florian Brüggemann auf dem Posten.

Auf der anderen Seite parierte Union-Torwart Dennis Tietz nach Flanke von Georg Machut vor FSV-Center Moussa Doumbia (7.). Der Gastgeber musste früh wechseln. Benjamin Bluhm humpelte heraus, für ihn kam Mateuz Wallroth (28.), der sich gut einfügte.

Doch es war der FSV, der nun spielerisch versuchte, in die Partie zu kommen. Nach Zuspiel von Lenny Canalis-Wandel ging es zentral über Justin Pehl zu Ümit Ejder, der frei vor Union-Schlussmann Dennis Tietz auftauchte und zum 1:0 für die Bernauer einschoss. Einmal hatte die Union-Defensive nicht zugepackt, prompt lagen die Hausherren hinten. Nun war der FSV da, aber Moussa Doumbia (36., Kopfball) vergab eine gute Gelegenheit.

Noch vor der Pause raffte sich Klosterfelde auf, den Ausgleich zu erzwingen. Nach Schuss von Paul Röwer fabrizierte Fabian Neprjachin (41.) einen gefährlichen Querschläger. Kurz darauf bediente Morten Jechow den im Fünfmeterraum lauernden Paul Röwer - da war das 1:1. Tobias Marz und Paul Röwer vergaben vor dem Wechsel sogar die mögliche Führung für Union (45.).

Mit Zuversicht und deutlich spürbarem Siegeswillen kam der Gastgeber aus der Kabine. Mateuz Wallroth (47.) setzte das Signal für Klosterfeldes Angriffsschwung.

Dann gab es Strafstoß für Union, als Paul Röwer gegen Fabian Neprjachin zu Fall kam (53.). Schiedsrichter Sebastian Werner (Rheinsberg) hatte zunächst laufen lassen, aber Assistent Max Mangold bedeutete Elfmeter. Dieser Ablauf brachte FSV-Coach Daniel Dornbusch derart auf die Palme, dass er auf den Platz stürmte und den jungen Linienrichter zur Rede stellte.

Aber das Gespann blieb bei der Entscheidung und verwies Dornbusch nicht mal von der Bank. Denn der beruhigte sich danach rasch. Mit Paul Röwer trat der Gefoulte selbst an und besorgte das 2:1 (54.). In der Folge lauerte Klosterfelde auf Konter. Als der FSV nochmal drückte, leitete Mateuz Wallroth das 3:1 durch Jerome Ehweiner (68.) mustergültig ein - die Vorentscheidung. Der Schlusspunkt gebührte Paul Röwer, der erneut zum Elfmeter antrat (Gino Wrembel hatte Tobias Marz gelegt und Gelb-Rot gesehen) und wieder rechts unten verwandelte: 4:1.

"Wichtig war, vor der Pause das 1:1 zu machen," resümierte Union-Trainer Christian Gehrke. "Insgesamt geht das heute in Ordnung. Respekt für den Linienrichter, dass er da Elfer anzeigt. Sicher spielt der FSV besser Fußball, aber wir waren heute konsequenter."

"Wir haben nur 25 Minuten gut Fußball gespielt," monierte FSV-Coach Daniel Dornbusch und fügte hinzu: "Dann waren wir nicht richtig präsent, haben die Zweikämpfe nicht mehr angenommen und daher verdient verloren".

Klosterfelde: Tietz, Rathmann, Wenzeck, Kraatz, Kahler, Bluhm (28. Wallroth), Leutloff, Jechow, Ehweiner (79. Grund), Marz (88. Brauer), Röwer.

FSV Bernau: Brüggemann, Troschke, Wrembel, Neprjachin, John (79. Bosharat), Canalis-Wandel, Pehl, Frenz (69. Schröder), Ejder, Machut, Doumbia.


Britta Gallrein 04.10.2015 20:45 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de


Klosterfelde zittert sich zum Derby-Sieg

Bernau (MOZ) Das war ein Derby, das es in sich hatte. In einem hart umkämpften Spiel bringt Union Klosterfelde dem Gastgeber Einheit Bernau die erste Niederlage der Saison bei und gewinnt mit 3:2.

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Freude in Rot: Unions Spieler feieren nach dem Sieg.

© Lutz Weigelt

Vor rund 600 Zuschauern auf dem Sportplatz am Wasserturm legt Union los wie die Feuerwehr. Die Gäste wirken zu Beginn wacher, konzentrierter und leidenschaftlicher als ihre Gegner. Klosterfelde erarbeitet sich in einem rauen, aber nicht unfairen Spiel einige Chancen. Unions Benjamin Bluhm ist es, der den ersten Treffer der Gäste vorbereitet. Mit seinem Solo von der Mitte des Platzes läuft er durch die Einheit Abwehr und passt auf Tobias Marz, der aus Nahdistanz Einheits Keeper Niklaas Seifarth keine Chance lässt (25.). Der kassiert damit den ersten Gegentreffer in einem Punktspiel in dieser Saison. Und es sollte nicht der letzte bleiben. Einen Fernschuss von Alexander Kraatz kann Seifarth parieren, doch dann ist es erneut Tobias Marz, der trifft. Jerome Ehweiner verlängert einen Ball im Einheit-Strafraum per Kopf auf Marz, der die Einladung gerne annimmt - 2:0 für Klosterfelde.

Von Einheit ist zu diesem Zeitpunkt nicht viel zu sehen. Der Gastgeber bekommt keinen Zugang zum Spiel, reibt sich an der gut stehenden Hintermannschaft der Klosterfelder auf, in der es wieder Patrick Leutloff ist, der für Ruhe sorgt und die Ideen nach vorne.

Nach der Pause scheint es zunächst, als gehe es so weiter. Schon der erste Spielzug bringt fast das 3:0. Tobias Marz setzt sich an der Außenlinie durch bis in den Einheit-Strafraum, entscheidet sich dann aber, nicht selber zu schießen, sondern auf den mitgelaufenen Paul Röwer abzulegen, aber der hat keine Chance, an den Ball zu kommen.

Doch dann die 57. Minute. Ecke Patrick Töpfer, Julian Graf trifft - nur noch 1:2. Einheit wittert Morgenluft. Da geht noch was. Klosterfelde wirkt plötzlich unsicher, die Abwehr wackelt gehörig. Gegen eine Mannschaft wie Einheit rächt sich das. Und zwar nur vier Minuten später. Ein langer Ball segelt in den Klosterfelder Strafraum, Maximilian Walter nimmt Maß und versenkt das Leder unter der Querlatte: 2:2 - alles ist wieder offen.

Jetzt spielt wieder nur eine Mannschaft, und zwar Einheit. Plötzlich ist das Team von Nico Thomaschweski da - und wie. Klosterfelde dagegen angeschlagen, verunsichert. Doch mitten in die Bernauer Sturm- und Drang-Phase dann das: Unions Trainer Christian Gehrke wechselt den angeschlagenen Jeremy Franke aus gegen Paul Kahler. Der läuft bei der ersten Ballberührung an der Linie entlang, schickt Paul Röwer, der goldrichtig steht und zum 3:2 für die Gäste einschiebt.

Die letzten Minuten sind nichts für schwache Nerven. Die Luft im Klosterfelder Strafraum brennt. Dann eine strittige Entscheidung. Der Schiedsrichter will ein Foulspiel von Unions Martin Wenzeck im Strafraum gesehen haben und zeigt auf den Punkt. Doch nach einer kurzen Diskussion mit dem Linienrichter nimmt er seine Entscheidung zurück. Es bleibt beim am Ende knappen 3:2.

"Über die gesamten 90 Minuten waren wir das bessere Team, daher geht der Sieg in Ordnung", so Union-Trainer Christian Gehrke. "Es war ein Spiel auf Augenhöhe von zwei Mannschaften, die ganz unterschiedliche spielerische Ansätze haben. Aber jetzt wird es in der Tabelle nochmal spannend." Sein Kollege Nico Thomaschewski: "Glückwunsch an Klosterfelde zum Sieg. Wir haben die erste Halbzeit verschlafen, haben keinen Draht zum Spiel gefunden. Die zweite Hälfte haben wir sehr gut gespielt, machen einen dummen Fehler und das war's dann." In 14 Tagen warten auf Einheit gleich der nächste Derby-Gegner: FSV Bernau.

Bernau: Seifarth, Graf, Walter, Böttcher, Pestov, Ziegler, Lorenz, Schneider, Engel (87. Schlender), Manteufel, Töpfer

Klosterfelde: Tietz, Marz (91. Grund), Franke (72. Kahler), Röwer, Kraatz, Jechow, Wenzeck, Leutloff, Rathmann, Ehweiner (74. Wallroth), Bluhm

Sven Bock und Christian Heinig 19.08.2015 18:56 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

Barnimer mit Chancen auf Allstar-Kick

Cottbus (MOZ) Die besten Kicker aus beiden Brandenburger Landesligen stehen sich im Stadion der Freundschaft gegenüber - Nord gegen Süd. Dieses Duell wird am Ende der Saison Wirklichkeit. Das Fußballportal FuPa macht es möglich. Wer es ins Team schafft, entscheidet die Wahl zur "Elf der Woche".

 

Am 1. Spieltag unter den besten Elf im Norden: Neu-Klosterfelder Paul Röver

© MOZ/Sergej Scheibe

Das Abstimmungs-Rennen auf dem Fußball-Portal "FuPa Brandenburg" ist bereits eröffnet. Spieltag für Spieltag kann dort ab sofort online votiert werden. Wer oft ausgewählt wird, hat am Ende die besten Chancen, einen Platz in der Allstar-Elf zu ergattern. Chancen darauf dürfen sich auch die Spieler der drei Barnimer Teams, die in der Nord-Staffel der Landesliga antreten, ausrechnen. Gleich vier von ihnen haben es am 1. Spieltag in die "Elf der Woche" auf FuPa geschafft, und zwar: im Tor Niklaas Seifarth (Einheit Bernau), im Mittelfeld Tom Schneider (ebenfalls Einheit) sowie Patrick Leutloff (Union Klosterfelde), und im Sturm Paul Röwer (nochmal Union Klosterfelde). Vom FSV Bernau war am 1. Spieltag in der "Elf der Woche" keiner dabei, aber das kann sich ja schon am 2. Spieltag, der nun ansteht, ändern.

Die Idee, ein "Allstar-Game" der besten Landesliga-Spieler zu veranstalten, ist nagelneu. So etwas hat es in Brandenburg noch nie gegeben. Ziel des Portals FuPa ist es, die Besten der Besten auf den Rasen des Cottbuser Stadions der Freundschaft zu holen. Dort, wo sonst die Profis des FC Energie Cottbus um Punkte in der 3. Liga kämpfen, können dann die Landesliga-Cracks ihr Können unter Beweis stellen. Es soll ein Fußball-Fest werden, das sicher zahlreiche Zuschauer anlocken wird.

Ein genauer Termin für das Gipfeltreffen der "Allstars Nord" gegen die "Allstars Süd" steht noch nicht fest. Es soll aber zeitnah nach dem letzten Spieltag erfolgen. Der ist auf den 11. Juni 2016 terminiert.

Grundlage für die Auswahl der Spieler ist, wie bereits betont, die Wahl zur "Elf der Woche" auf FuPa Brandenburg. Nach jeder Partie können auf der Webseite des Online-Portals die "FuPaner" und Fans für die besten Spieler unter dem Spielbericht abstimmen.

Die Kicker mit den meisten Stimmen und besten Werten kommen schließlich in die wöchentliche Top-Elf der beiden Staffeln. Jede Stimme zählt, denn: Am Saisonende wird aus diesem Pool an Landesliga-Kickern eine Trainer-Jury die besten Kicker für das Nord- und Süd-Team auswählen.

Die Stimmabgabe ist immer bis Dienstag, 8 Uhr früh nach dem jeweiligen Spieltag möglich.

Allein am 1. Spieltag gab es für die Landesliga 160 Abstimmungen. Im Laufe der Saison soll es auf der Webseite von FuPa Brandenburg dann immer wieder "Hochrechnungen" geben, die über den aktuellen Voting-Stand informieren.

Übrigens: Auch für die Brandenburliga wird auf dem Onlineportal FuPa an jedem Spieltag die "Elf der Woche" gesucht. Zwei, die es gleich am 1. Spieltag unter die Besten geschafft haben, kommen von Preussen Eberswalde. Es sind die beiden Youngster Nick Lange (Mittelfeld) und Tobias Koepnick (Sturm).

 Britta Gallrein 22.07.2015 18:38 Uhr
 Red. Bernau, bernau-red@moz.de


Keine Angst vor den Profis

Klosterfelde (MOZ) 3:0. Ein Ergebnis, mit dem der Gewinner Carl Zeiss Jena nicht wirklich zufrieden sein konnte, mit dem Verlierer Union Klosterfelde aber mehr als gut leben konnte. Und die rund 550 Zuschauer sowieso, denn sie erlebten ein tolles Testspiel-Fußballfest.

  

Tolle Kulisse: Rund 550 Zuschauer waren zum Klosterfelder Sportplatz gekommen und sahen ein munteres Testspiel. Hier setzt sich Klosterfeldes Ivan Shcherbak (rot) gegen Jenas Luca Bürger (l.) und Dusan Crnom
Tut durch.
© MOZ/Sergej Scheibe

Es war ein Spiel, in dem man zumindest in der ersten Halbzeit nicht sehen konnte, dass hier zwei Mannschaften aufeinander trafen, zwischen denen drei Ligen liegen. Jena-Trainer Volkan Uluc ließ in Hälfte eins mit Filip Krstic, Sören Eismann und dem lange verletzten Florian Giebel nur drei Stammspieler auflaufen, der Rest des Kaders wurde bestückt mit A-Junioren, die immerhin auf Bundesliga-Niveau spielen. Doch sie finden kaum ein Mittel gegen die gut stehende Klosterfelder Hintermannschaft.

Das erste Achtungszeichen setzt Union. In der 7. Minute flankt Jeremy Franke auf Unions Neuzugang Paul Röwer, der abzieht. Jenas Keeper Jakob Pieles hält. Überhaupt: Paul Röwer. Immer wieder suchen die Mitspieler ihn - und fast aus jedem Ball macht der 20-jährige Stürmer mit Zweitliga-Erfahrung etwas, schüttelt auch schon mal gleich vier Gegner ab und sorgt für Unruhe im Strafraum. Später muss Röwer runter, er hat sich verletzt. Bleibt zu hoffen, dass er schnell wieder fit ist.

Es dauert bis zur 30. Minute, bis Jena seine erste Möglichkeit bekommt. Alexander Kraatz rettet für Torwart Dennis Tietz auf der Linie. Erst kurz vor der Pause trifft Artur Mergel für den dreifachen DDR-Meister: 1:0.

In Hälfte zwei bringt Volkan Uluc eine fast komplett umgestellte Elf. Mit Robin Krauße, Rene Eckhardt, Maximilian Schlegel, Manfred Starke, Justin Gerlach, Marcel Baer, Velimir Jovanovic und Mergim Vojvoda sind diesmal fünf Stammspieler dabei. Und die machen vom Anpfiff an gehörig Druck. Das wirkt. Die vorher so sichere Klosterfelder Abwehr hat in den ersten Minuten Mühe, sich auf die neu formierte und wesentlich effektiver zu Werke gehende Jenaer Mannschaft einzustellen und gerät ins Schwimmen. Dazu kommt, dass Union-Trainer Christian Gehrke ebenfalls gewechselt hat und nun die Ersatzbank aufs Feld darf. Vor allem die Neuen Fabian Grund, Jerome Ehweiner und Nico Brauer bekommen jetzt die Gelegenheit, sich für einen Platz in der Stamm-Elf zu empfehlen. Besonders gut gelingt das übrigens auch Sebastian Huger, der schon in Hälfte eins ran durfte.

Neuzugang Patrick Leutloff, selbst einst bei Jena unter Vertrag, bemüht sich, das Geschehen wieder in den Griff zu bekommen. Schwerstarbeit jetzt auch für Martin Wenzeck und Alexander Kraatz. "Röwer, Wenzeck und Leutloff waren für mich heute die besten Klosterfelder", wird Vereinsvorsitzender Hartmut Kufeld später sagen.

Doch in der 61. Minute ist es Jenas Marcel Baer, der am höchsten springt im Strafraum und einköpft zum 2:0. Nur zwei Minuten später schlägt es wieder ein. Manfred Starke, Jenas Neuzugang von Hansa Rostock, trifft ebenfalls per Kopf zum 3:0.

Doch wer glaubte, dass es jetzt munter weiter geht mit dem Torereigen, sah sich getäuscht. Der Rest von Hälfte zwei spielt sich zwar fast komplett im Unioner Strafraum ab, aber die SG macht hinten dicht und das erfolgreich. Vor allem dem wieder glänzend parierenden Keeper Dennis Tietz ist es zu verdanken, dass es beim 3:0 bleibt und sich Union Klosterfelde achtbar schlägt gegen den eher enttäuschenden Favoriten aus Jena.

Klosterfelde: Tietz, Wenzeck, Leutloff, Huger, Bluhm, Kahler, Shcherbak, Marz, Franke, Röwer, Kraatz, Bircea, Grund, Ehweiner, Heinrich, Jechow, Brauer



Britta Gallrein 08.07.2015 19:25 Uhr - Aktualisiert 09.07.2015 14:01 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de


Acht Neue für Union

Klosterfelde (MOZ) Die Barnimer Fußball-Landesligisten rüsten auf. Nachdem sich der FSV Bernau und TSG Einheit Bernau bereits gut verstärkt haben, legt die SG Union Klosterfelde nach - und verpflichtet gleich acht neue Spieler.

 



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Die hochkarätigste Verpflichtung ist sicherlich Paul Röwer. Der 20-Jährige Stürmer kommt von Energie Cottbus. Röwer stammt aus der Cottbuser Jugend, spielte dort bereits in der U17 und konnte einen Platz in der ersten Männermannschaft einnehmen. "Er kam bei uns zu zwei Einsatzen in der zweiten Bundesliga am Ende der Saison 2013/14. Vorher war er verletzt", erklärt Oliver Giese vom FC Energie. Er konnte ein Tor erzielen. In der folgenden Saison wurde der Nachwuchs-Kicker an den FC Viktoria Berlin ausgeliehen, von wo aus er jetzt nach Klosterfelde wechselt. "Er ist ein Stoßstürmer", sagt Klosterfeldes Trainer Christian Gehrke über den 1,89 Meter großen Neuzugang. "Er wird mehr als ein Ersatz für Michael Gerling sein."

Ebenfalls von Viktoria Berlin (Regionalliga Nordost) kommt Patrick Leutloff. Der 30-jährige Mittelfeld-Spieler spielte in seiner Jugend unter anderem für den FC Carl Zeiss Jena und bringt Oberliga-Erfahrung mit.

Daneben sichert sich Klosterfelder die Dienste von Jerome Ehweiner vom SV Rüdnitz/Lobetal. Ehweiner kommt aus der Rüdnitzer Jugend, spielte zuletzt in der ersten Mannschaft in der Kreisoberliga und schaffte es auf Anhieb unter die Top-Ten der Torschützen-Könige (Platz 10 mit 16 Saison-Treffern).

Ehweiners Anfänge lagen allerdings beim FSV Bernau. Einige seiner damaligen Vereins-Kollegen dürfte er in Klosterfelde wieder treffen, denn gleich fünf Spieler haben sich die Klosterfelder vom FSV geholt.

Mateuz Wallroth zum Beispiel, Offensiv-Stürmer aus der A-Jugend vom FSV Bernau. Er lief in der Brandenburgliga für die Bernauer A-Junioren auf, traf 19mal und wurde damit fünftbester Torjäger der Liga.

Mit ihm zusammen wechselte Mannschafts-Kollege Sebastian Huger, der von seinem Heimatverein Eintracht Wandlitz an den FSV Bernau ausgeliehen wurde.

Ebenfalls von der Bernauer A-Jugend kommt Dominique Adam. Er soll Stammtorwart Dennis Tietz in Klosterfelde ergänzen. Auch Fabien Grund wird in der kommenden Saison das Union-Trikot überziehen. Er spielte bislang als Abwehr-Spieler in der Bernauer A-Jugend. Achter Neuzugang ist Nico Brauer. Der 19-Jährige spielte beim FSV in der zweiten Mannschaft.

Beim FSV ist man nicht glücklich über die Entwicklung. "Wir haben probiert, den einen oder anderen zu halten, aber die Spieler haben sich halt entschieden...", sagt Daniel Dornbusch, Trainer der ersten Männermannschaft. "Aber das ist schon ein Aderlass, keine Frage."

"Wir wollten einen gesunden Mix aus regionalen und externen Spielern haben und uns in der Qualität verbessern. Ich denke, das haben wir mit diesen acht Spielern erreicht", freut sich Trainer Christian Gehrke. Wer einen Stammplatz im Team bekommt und wer sich erst noch beweisen muss, sei noch völlig offen. "Jeder hat seine Chance", betont Gehrke. "Wir drehen die Uhren alle auf 0, wenn die Vorbereitung los geht."

Verlassen haben den Verein Michael Gerling, Sören Schugk, Miguel Fernandez und Woijtek Moskalewicz.